
Jochen (5. Dan)
Ich habe mein erstes Karatetraining im Oktober 1974 im Uni-Dojo in Münster
absolviert. Seinerzeit spielte ich schon 13 Jahre lang Fußball im Verein und war auf der Suche nach einer
neuen sportlichen Herausforderung.
Mein damaliger Lehrlingskollege, Heinz Zabel, hatte schon den
3. Kyu (Braun-Gurt) und nahm mich zum nächsten Anfängerlehrgang mit. Das erste Training überzeugte mich
sofort von dem Sport und ich meldete mich nach dem 3-monatigem Anfängerlehrgang im Uni-Dojo, beim
Nachbarverein Karate-Dojo-Münster e.V. an.
Ich betrieb noch etwa 1 Jahr lang beide Sportarten und entschied
mich dann, meine Fußballschuhe an den Nagel zu hängen.
Es gab für mich nur noch ein Ziel - ich wollte irgendwann
einmal die Prüfung zum 1. Dan im Karate bestehen. Dafür trainierte ich so intensiv wie möglich. Meine Leistungen
waren wohl Anlass genug, dass mich der damalige Landeskadertrainer von Nordrhein Westfalen,
Norbert Dalkmann, im Jahre 1978 in den Landeskader aufnahm.
Nach 5 1/2 Jahren hartem Training, war es dann
endlich soweit. Ich absolvierte meine Prüfung zum 1. Dan am 11. Mai 1980 in Münster beim Bundestrainer Hideo Ochi
(Großmeister, 8. Dan). Ich hatte mich für die Prüfung ein Jahr lang vorbereitet. Zwei mal wöchentlich fuhren
vier Vereinskollegen und ich nach Bottrop und Gladbeck zum Bundestrainer. Das bedeutete damals für meine
Mitstreiter und mich, montags und dienstags 80 km Anreise zum Trainingsort im Ruhrgebiet. Schnell erkannte ich den
Vorteil gegenüber dem Training im eigenem Dojo. Hier trainierte die Elite aus Deutschland. Etwa 50 % des gesamten
Bundeskaders waren in diesen Trainingseinheiten anwesend. Die bestandene Dan-Prüfung motivierte mich immer mehr und
die Trainingseinheiten nahmen zu. Einige Jahre trainierte ich sogar täglich und besuchte fast jedes Wochenende
einen der zahlreich angebotenen Karate-Lehrgänge in Deutschland. Ich reiste von Nord nach Süd und von West nach Ost.
Manchmal glaube ich, ich kenne fast alle Turnhallen von Deutschland. In dieser Zeit lernte ich viele meiner heutigen
Freunde kenne.
Am 30. Juli 1983 legte ich beim Gasshuku in Konstanz, meine Prüfung zum 2. Dan ab. Damals wusste ich
noch nicht, dass Konstanz einmal meine Wahlheimat werden würde. Am 16. Juni 1986 zog ich dann von Münster nach Konstanz
um und trainiere seit dem bei meinem Sensei Hanskarl Rotzinger (6. Dan). Hanskarl bereitete mich auch auf die folgenden
Prüfungen vor. Die Prüfung zum 3. Dan legte ich dann am 14. Mai 1989 in Kempten und die Prüfung zum 4. Dan am 2. August
1997 beim Gasshuku in Darmstadt ab. Auch meine 1 1/2-jährige Vorbereitung zur Prüfung für den 5. Dan führte dann am 5.
August 2005 beim Gasshuku in Hannover zum Erfolg.
Ich habe bis zum heutigen Zeitpunkt nicht aufgehört, Karate zu
trainieren und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass irgendwann der Tag kommen wird, an dem ich damit aufhören werde.
Karate hat sich schon sehr früh zu einem festen Bestandteil in meinem Leben entwickelt. Dass das so ist, verdanke ich
zunächst unserem Bundestrainer und Shihan (Großmeister) Hideo Ochi und ebenfalls meinem Sensei Hanskarl Rotzinger.
Prüfung
zum 4. Dan in Darmstadt (2. August 1997).
Gemeinsam mit meinem Vereinskameraden Klaus Schäfer (2. Reihe, 1. v. links)
wurden wir von Bundestrainer Shihan Hideo Ochi 8. Dan (hintere Reihe Mitte)
und dem Bundestrainer von Thailand, Sensei Omura, 6. Dan (hintere Reihe
links)
geprüft. Die Prüfung zum 5. Dan legte Rolf Hecking (vordere Reihe, Mitte) ab.
Ich bin in der vorderen Reihe als 2. von rechts zu finden.
Prüfung
zum 5. Dan in Hannover (5. August 2005).
Es waren insgesamt 17 Prüflinge zum 5. Dan. Unter anderem waren 2 Karateka aus Russland
(1. Reihe 2. und 5. v. l.) und der Technische Direktor der
Japan Karate Association Polen,
Mariusz Jewdokimow, 2. Reihe 1. v. l.,
dabei. Mein Kumite-Partner war Hans Wagner,
1. Reihe 4. v. l.. In der 2.
Reihe 5. v. l., das bin ich. Rechts neben mir ist mein Freund
Michael Jarchau aus Wesel, der auch schon die Prüfung zum 1. Dan am 11. Mai 1980 mit mir
zusammen in Münster ablegte.
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