
Der Airbus A380 in Zürich am 20. Januar 2010
Fast fünf Jahre ist es her, seit der A380 seinen Jungfernflug am 27.04.2005 gemacht hat.
Nun ist er das erste mal in greifbarer Nähe. Anlässlich des Flughafentest für das größte Passagierflugzeug
der Welt landet der A380 am 20. Januar 2010 in Zürich. Dieses Schauspiel wollten sich viele Menschen nicht
entgehen lassen. Auch ich hatte mir für diesen Tag frei genommen und bin mit Dirk und Bernd morgens um 6:30
Uhr von Konstanz nach Zürich gefahren. Wir wussten natürlich, dass es auf den Autobahnen viel Verkehr geben
würde und wir genügend Zeit einplanen mussten um rechtzeitig zur Landung um 8:22 Uhr an der Landebahn 16 im
Außengelände zu sein.
Kurz vor Bülach war die Autobahn durch das hohe Verkehrsaufkommen schon ziemlich überlastet, aber wir
schafften es dennoch in einer angemessenen Zeit in akzeptabler Entfernung zum Flugplatz einen Parkplatz zu
ergattern. Von dort aus liefen wir etwa 20 Minuten bis zum Hügel südlich der Landebahn. Man muss schon sagen,
dass es wohl absolutes Timing war, denn in dem Moment als wir einen guten Platz zum fotografieren gefunden
hatten, flog der A380 im "Flüsterton" über unsere Köpfe hinweg. Es war einfach beeindruckend, diesen
"Riesenvogel" von unten zu sehen. Das klicken der Fotoapparate konnte ihm näheren Umkreis trotz der
Triebwerkgeräusche problemlos vernommen werden.
Nachdem unsere Augen die Maschine nach der Landung auf der 16 aus den Augen verloren hatten,
gingen wir zu dem nahegelegenen Imbiss um uns einen Kaffe gegen die klirrende Kälte zu holen. Natürlich waren
wir auch hier nicht alleine, aber das Team in der Imbissbude hatte sich gut auf die Menschenmenge eingestellt.
Wir tranken den Kaffe und ließen uns genügend Zeit, bis sich der Verkehr in diesem Bereich beruhigt hatte. Ein
Insidertipp von unserem Freund Rudi, er schafft bei der SR-Technik, verriet uns, dass der Airbus zum Parkplatz
an der Technik-Halle rollen und hier zur Besichtigung stehen sollte.
Wir fuhren also um das Flughafengelände herum und hatten schon wieder großes Glück, direkt
in der Nähe des A380 einen Parkplatz zu bekommen. Nun machten wir uns auf den Weg, das "Riesenmonster"
einmal aus der Nähe zu betrachten. Dirk hatte ja schon das Vergnügen, als er mit seinem A340 in New York neben
dem "großen Bruder" stand. Auch er war damals sehr beeindruckt von den Ausmaßen dieses Flugzeugs.
Auf dem Gelände angekommen stand eine riesige Menschenmenge. Die Medien verkündeten abends, das etwa 20.000
Schaulustige sich das Spektakel angeschaut haben.
An dieser Stelle muss man der Schweizer Eidgenossen ein großes Lob aussprechen. Es gab
nirgendwo längere Wartezeiten und auch die Schaulustigen waren sehr diszipliniert. Man konnte sich also vollends
dem Event hingeben. Wir gönnten uns etwa 2-3 Stunden um den Flieger von allen Seiten zu betrachten und fuhren
dann mit einem der zahlreichen Zuschauerbusse zum Terminal E, wo der A380 seine Rollchecks auf den Taxiways und
das andocken absolvieren sollte. Hier hielten wir uns dann auch noch bis etwa 16 Uhr auf und beobachteten
nebenbei das rege Treiben auf dem Flughafengelände, bevor wir dann Dirk zum Heimflug begleiteten und selber mit
dem Auto wieder den Heimweg antraten.
Als Resümee kann man sagen, der Ausflug hat sich allemal gelohnt. Nun
habe ich den A380 auf mit eigenen Augen gesehen.