
Simulatorflug auf einem Airbus A340 bei der Lufthansa in Frankfurt am 21. Oktober 2005
Ein weiteres Highlight meiner Luftfahrt-Erlebnisse
verdanke ich meinen Karate-Freunden aus Konstanz. Zum 50ten Geburtstag schenkten
sie mir einen Simulatorflug auf einem Airbus 340 in Frankfurt. Schon seit
Mai fieberte ich auf dieses Event hin. Inzwischen hatte ich ja schon einige
Geburtstagsgeschenke, wie meinen Fallschirmsprung und den Simulatorflug auf dem
Airbus 320 in Dortmund, eingelöst.
Nun war es endlich soweit. Am 21. Oktober
reisten wir mit fünf Personen in Frankfurt an und machten uns noch einen schönen
Abend, bevor es dann am Samstag zum Airport ging. Da wir noch genügend Zeit
hatten, genossen wir alle den zweistündigen Aufenthalt auf der Besucherterrasse.
Es ist für mich immer etwas Besonderes, das Geschehen auf einem Flughafen zu
verfolgen und so war es natürlich auch an diesem Tag.
Um ca. 13 Uhr verließen
wir dann die Terrasse um uns zum Tor 21 zu begeben. Hier ist der Eingang für
Besucher, die in das Innere des Airports gelangen wollen. Nach einigen Minuten
kam dann auch schon unser Begleiter von Proflight, der mit uns den Simulatorflug
durchführen sollte. Auf dem Weg zum Trainingscenter der Lufthansa stieg dann so
langsam die Spannung. René und ich freuten uns schon schon auf die
bevorstehende Stunde in einem hydraulisch gesteuerten Simulator.
Das ist etwas
anderes, als vor dem PC zu sitzen und nur auf einem kleinen Bildschirm die
Freiheit zu genießen. Im Simulator angekommen nahmen wir gleich platz und
schnallten uns auf den Pilotensitzen an. Ingrid, Silke und André
durften es sich hinter uns auf den Sitzen bequem machen.
Der Boeing 737-Pilot
von Proflight stellte den Simulator auf den Flughafen von Seychellen ein und wir
orientierten uns kurz im Cockpit. Da ich nun schon einen langen Flug im Cockpit
des Airbus 340 erlebt hatte und auch auf meinem PC dieses Muster bevorzuge, fand
ich mich schnell zurecht. Für den Privatpiloten René war das schon etwas
anspruchsvoller; eine Cessna hat nun mal ein ganz einfaches Cockpit.
Kaum war der Computer vorbereitet, so kam auch schon das Kommando
für den Start. Da ich als Erster den Flug durchführen sollte, beschleunigte ich die
Maschine und brachte den Vogel in den Himmel. Wir drehten eine kleine Runde über die
Seychellen und setzten dann nach einigen Kommandos zum Landeanflug auf den
gleichen Flughafen an. Die erste Landung war zwar etwas ruppig, dennoch wären
wir laut Aussage unseres Operators, heil und unbeschadet am Boden wieder
angekommen. Nun war René dran und suchte sich den neuen Flughafen in Hongkong
aus. Auch hier starten wir ohne jegliche Einweisung in das Cockpit und machten
uns auf den Weg zum alten, stillgelegten Flughafen Kaitak. René flog eine
Schleife durch den Hafen von Hongkong und begab sich dann auf den Rückweg. Auch seine
Landung war ohne Probleme und Schäden.
Nun war mein nächstes Ziel der
JFK-Flughafen in New York. Der Start war wie gewohnt problemlos. Der Airbus
schob sich in den Himmel und lies sich hervorragend manövrieren. An der
Freiheitsstatue vorbei ging es dann wieder zum Airport zurück. Diesmal klappte
die Landung wesentlich besser und ich hatte mein Erfolgserlebnis. René durfte
dann noch einen Flug in Innsbruck hinlegen, den er auch sehr gut meisterte.
Unser Proflight-Pilot war mit unseren Leistungen zufrieden und versicherte uns,
das wir alle Flüge ohne Schaden gemeistert haben.
Nach dieser unvergesslichen Stunde verließen wir das Trainingscenter
und wurden überraschend von von unserer Freundin Marion empfangen. Marion ist Pilotin
bei der Lufthansa und fliegt genau dieses Muster. Sie kennt sich mit dem A340
genauso gut aus wir ihr Freund Dirk.
Wir verbrachten dann den Abend noch mit
Marion und Dirk in Frankfurt und verabredeten uns dann für den nächsten Tag zu
einer Führung auf der Airbase. Dirk hatte uns schon vorher angemeldet und wollte
uns das Gelände zeigen. Wir besichtigten die Wartungshallen der A340er, der
A320er sowie die Halle der Boeing 747. Hier hatten wir das Glück, alle Flugzeuge
auch noch von innen besichtigen zu dürfen. Die gesamte Führung dauerte etwa 4
Stunden und hat uns allen viel Spaß gemacht.

Nach der Besichtigung gingen wir
dann noch einmal in das Trainingscenter und probierten einmal den neuen
virtuellen Simulator aus. Dieser besteht aus einem Datenhandschuh und
einem Datenhelm. Derzeit wird aber nur die Bedienung der Cockpitschalter
getestet. Man kann aber davon ausgehen, dass sich auf diesem Gebiet noch einiges
tun wird. Ich möchte mich mit diesem kleinen Bericht bei allen bedanken, die mir diesen
Traum erfüllt haben. Bei Ingrid, Silke, André, René, Marion und Dirk möchte ich
mich für das schöne Wochenende in Frankfurt bedanken. Solche Tage sollten nie zu
Ende gehen.