El Teide auf Teneriffa (10. Dezember 2009)
Wer nach Teneriffa fliegt, der sollte auch Spaniens höchsten Berg besteigen.
Der El Teide ist 3718 m hoch und erstreckt sich in der Mitte der Insel. Der Vulkan liegt im Nationalpark
und benötigt für die Gipfelbesteigung eine schriftliche Genehmigung. Diese bekommt man in Santa Cruz in der
Calle Emillo Calzadilla 5. Im 4. Stock des Gebäudes befindet sich die Parkverwaltung des Nationalparks
und dort muss man mit Vorlage einer Reisepass-Kopie sich für ein bestimmtes Zeitfenster, in der man den Gipfel
besteigen möchte, entscheiden.
Die Kopie kann man für ca. 1 € in dem gegenüberliegendem Kopie-Shop machen lassen. Die Genehmigung dient dem
Personal am Teide, als Kontrolle, welche Personen noch auf dem Weg zum Gipfel sind. Nach Rückkehr (man hat ca.
1 Std. Zeit) erhält man die Genehmigung wieder zurück. Wenn das Personal also kein Papier mehr übrig hat, sind
alle Besucher wieder vom Gipfel herunter gekommen. Unsere Tour beginnt mit einer 2-stündigen Autofahrt vom Hotel
aus in den Nationalpark. Wir sind um ca. 7 Uhr morgens losgefahren und fühlten uns auf der Fahrt zum Nationalpark
wie auf einer verlassenen Insel. Kilometerlang kam uns kein Fahrzeug entgegen.
Der Sonnenaufgang über dem südlichen Flughafen von Teneriffa
versprach uns ein herrliches Wetter. Der Nationalpark ist schon alleine einen Ausflug wert und wir genießen die
Fahrt zu unserem Ziel. Je näher man zum Berg kommt, desto deutlicher wird das Ausmaß, welches die Eruptionen damals
angenommen hatten. Das Gebiet ist Kilometerweit durchzogen mit Lavaspuren und sieht teilweise aus wie im Grand
Canyon.
Es gibt mindestens 3 verschieden Touren hoch auf den Gipfel, welche aber sehr zeitintensiv sind. siehe schwarzer,
roter und orangener Pfeil Da wir im aber hier unseren Urlaub verbrachten, wollten wir eigentlich nur die Aussicht
genießen und nicht den ganzen Tag in der glühenden Sonne wandern. Wir entschieden uns für die Fahrt mit der Gondel
blauer Pfeil und gingen dann von der Bergstation die letzten 30 Minuten zu Fuß auf den Gipfel. Ab Bergstation hat man sowieso
keine andere Möglichkeit.
Als wir an der Bergstation (3550 m) ankamen, mussten wir uns erst einmal warm anziehen. Es waren Temperaturen unter
0°C. Da wir uns daheim darauf vorbereitet hatten, waren wir natürlich bestens ausgerüstet und hatten sowohl
Handschuhe, als auch Stirnband und wetterfeste Kleidung dabei. Nachdem wir an der Kontrollstelle zum Gipfelaufstieg
unsere Genehmigung abgegeben hatten, machten wir uns auf den Weg nach oben. Die 30 Minuten waren schon ziemlich
anstrengend. Man hat die ungewöhnliche Höhe sofort gemerkt. Dazu kam noch, dass der Vulkan ja noch teilaktiv ist und
ununterbrochen Schwefelgase ausstößt. Diese Gase lassen manchem Schwindelgefühle aufkommen.
Als wir dann oben ankamen, standen wir inmitten von eisbedeckten Lavasteinen. Es war bitterkalt hier oben, aber die
Aussicht war grandios. Man kan bei klarem Wetter, und das hatten wir, die ganze Insel überschauen und hat im Osten
eine Sicht bis nach Gran Canaria und im Westen bis nach La Palma. Wir hielten us hier etwa 20 Minuten auf, machten
die schönen Fotos hier, und gingen dann wieder zurück zur Bergstation. Hier war inzwischen reger Betrieb und das
Eis, was wir morgens vorfanden war schon durch die strahlende Sonne geschmolzen. Nachdem wir unsere Winterkleidung
abgelegt hatten, fuhren wir mit der Gondel wieder runter und waren erstaunt, welch reger Betrieb hier unten stattfand.
Morgens waren wir auf dem Parkplatz so ziemlich alleine. Jetzt war der Parkplatz komplett gefüllt. Man sollte also
doch rechtzeitig hochgehen, damit man nicht in der Menschenmenge untergeht und am Mittag noch etwas unternehmen kann.
Hier ist die Wegstrecke als
Google-Earth File. Einfach herunterladen oder anklicken. Viel Spaß beim Anschauen.
Wir sind dann von hier aus zum Strand gefahren und haben das Meer und die 26°C warme Luft genossen.