Formaletsch bei Lech (20 September 2003)
Trotz unserer schweren
Knieprobleme, unter welchen wir dieses Jahr zu leiden hatten, wollten wir eine
kleine Wanderung wagen. Wir fuhren am 20. September morgens um 7:00 Uhr von
Konstanz nach Lech.
Der Weg führte uns durch die Schweiz nach Österreich. Wir wählten für den Hinweg
die Autobahn bis nach Oberriet und fuhren dann auf der
Landstraße nach Bludenz.
Von Bludenz aus ging es dann Richtung Arlberg.
Nachdem wir über den
Arlbergpaß gefahren waren ging es dann nach Zürs
und schließlich nach
Lech.
In Lech ging es dann auf einer kleinen Straße nach Zug.
Wir fuhren dann nach Zug-Egg um dort mit dem Bus bis zum
Formarinsee weiterzufahren. Wenn man hier mit dem Privatwagen zu den
Seen fahren möchte, dann muss man schon um 8:00 Uhr durch die Mautstelle fahren.
Zwischen 8:00 Uhr und 16:30 Uhr ist hier nur Busverkehr gestattet. Die
Busfahrkarten haben hier für 2 Personen zum Formarinsee und
zurück 14,60 € gekostet. Die Strecke zum See beträgt etwa 10 - 15 Kilometer und
der Bus braucht etwa 20 Minuten bis zum Ziel.
Um 10:00 Uhr sind wir dann endlich am See (1789 m) angekommen und entschlossen
uns nicht den Weg um den See herum (40 Minuten auf der Sandstraße) zu nehmen,
sondern gingen links vor dem See an der Bergwand entlang (grüne Linie).
Nach etwa 30 Minuten erreichten wir die Freiburger Hütte
(1930 m) und machten eine kleine Pause, um uns die Route und das Ziel
auszusuchen.
Es gibt hier schon viele Möglichkeiten zum Wandern. Wir beschlossen, auf den
Formaletsch
(2292 m) zu gehen. Dort sollte uns ein traumhaftes Panorama erwarten. Der Weg
auf den Berg hinauf ist mit 1 Stunde vorgegeben und genau diese Zeit haben wir
auch gebraucht. Unsere Knie zeigten bis dahin noch keine Schwierigkeiten an. Die
letzten 100 Höhenmeter wurden dann doch noch ziemlich steil. Man kann den Weg
mit dem Anstieg auf die Geisspitze vergleichen. Um 12:30 Uhr
erreichten wir nun die Spitze und waren angenehm überrascht. Der Rundblick
zeigte hunderte von Bergen. Im Norden präsentierte sich die Rote Wand.
Im Westen konnte man die Schesaplana, den Golm, die
drei Türme, Drusenfluh und viele andere schöne
Berge sehen. Im Süden zeigten sich neben dem Piz Buin, der schon in
einiger Entfernung liegt, ebenfalls eine Vielzahl mir nicht namentlich bekannter Wander-
und Kletterziele. Im Osten verdeckte der Gehrengrat die Aussicht auf
die anderen Berge.
Wir genossen die Aussicht bei einer 1 1/4-stündigen Vesperpause und machten uns dann um
13:45 Uhr wieder auf den Weg nach unten (graue Linie). Nach 50 Minuten
erreichten wir dann den Busparkplatz. Der steile Abstieg forderte doch einiges mehr von
unseren Knien. Der Bus brachte uns wieder zum Parkplatz nach Zug-Egg.
Den Rückweg nach Konstanz wählten wir diesmal über den Tannbergpaß
nach Dornbirn und dann wieder auf die schweizer Autobahn am
Bodensee entlang. Die Fahrzeit betrug 2 Stunden und 40 Minuten und es hat sich auf jeden
Fall gelohnt.
Wenn unsere Knie sich erholt haben, werden wir hier wohl noch
einige Wanderungen durchführen.