Schesaplana bei Brand (17. August 2005)
Endlich ist es uns gelungen, die Schesaplana bis zum Gipfelkreuz zu besteigen. In
der Vergangenheit mussten wir schon 2 Touren wegen schlechtem Wetter abbrechen. Da ich schon in den 80er Jahren einmal
anlässlich eines Betriebsausfluges am Gipfelkreuz stand, wollte ich
diese Tour unbedingt wiederholen. Nunja, bis jetzt hatte es nie geklappt. Dieses
Mal waren die Voraussetzungen ideal.
Es war ein schöner sonniger Tag. Um 9:45 Uhr waren wir an der Lünersee-Bahn angekommen und konnten direkt
in die Gondel einsteigen. Um Punkt 10 Uhr starteten
wir dann von der Douglashütte (1980m) zur Totalphütte
(2385m).
Das erste Ziel, die Totalphütte konnten wir schon nach ca. 50 Minuten erreichen. Da wir aber noch etwa 2
Stunden für den Aufstieg auf die Schesaplana geplant hatten, machten wir hier nur kurz Rast und tranken von
unserer mitgebrachten Wasserration.
Von der Totalphütte aus konnte man schon erkennen, dass uns bei auf
weiteren Strecke eine Menge Schnee erwarten würde. In der vorherigen Nacht hatte es ziemlich viel geschneit.
So gegen 11:15 Uhr marschierten wir dann weiter zum Gipfel. Der erste Teil war recht einfach und angenehm zu laufen. Doch bei
etwa 2600m Höhe waren wir schon mitten im Schnee. Die uns entgegenkommenden Wanderer verhießen uns für den Aufstieg nichts
gutes. Alle berichteten, dass dort oben noch mehr Schnee läge und es sehr rutschig sei. Wir liefen dennoch weiter und wollten
erst dann abbrechen, wenn es wirklich nicht mehr ginge.
An diesem Tage waren sehr viele Leute unterwegs und man musste auf dem schmalen Pfad
des Öfteren anhalten um den absteigenden Wanderern Platz zu machen. Wir waren sehr froh, dass wir unsere Wanderstöcke dabei
hatten, denn der Anblick jener Wanderer, die hier ohne Stöcke unterwegs waren, lies uns die permanente Gefahr erkennen. Jeder
Schritt musste kontrolliert werden und dennoch rutschten wir einige Male aus.

Nach etwa 2 Stunden waren wir dann kurz vorm Ziel und konnten das Gipfelkreuz
erkennen. Es waren nur noch 100 m Weg zurückzulegen, um endlich wieder am Gipfelkreuz (2965m) der Schesaplana
zu stehen.
Oben standen und saßen schon einige Leute und erholten sich von dem anstrengendem Aufstieg. Dort angekommen, verewigten wir
uns erst einmal in das Gipfelbuch und machten dann unsere wohlverdiente Mittagspause.
Um 13:30 Uhr ging es dann wieder talwärts und wir wussten, dass der Abstieg noch
schwieriger als der Aufstieg werden würde. Der Schnee war inzwischen ziemlich sulzig und die Rutschgefahr umso größer. Wir
brauchten ca. 1,5 Stunden bis zur Totalphütte und waren sehr froh, es unbeschadet herunter geschafft zu haben.
Nun war es Zeit für ein "Wellness-Getränk", auf dass wir uns schon seit einigen Stunden gefreut hatten. Nach etwa 1
Stunde Pause mussten wir uns dann auf den Weg zur Douglashütte machen, um nicht die letzte Gondel (Abfahrtszeit
17 Uhr) zu verpassen.
Als wir dann um 17 Uhr dort ankamen, sahen wir, dass noch sehr viele Wanderer auf die Talfahrt warten mussten. Wir erfrischten
uns dann noch einmal mit einem Bier und fuhren dann um 17:30 Uhr mit der letzten Gondel ins Tal. Es war ein schöner Tag, auch
wenn der Auf- und Abstieg nicht ganz ungefährlich war.
Endlich hatten wir Erfolg und konnten einmal die schöne Aussicht vom Gipfelkreuz der Schesaplana
aus genießen.