Sesvenna-Hütte in Südtirol (04. Juni 2010)
Unsere erste Wanderung zur Weisskugelhütte war schon ein netter Einstieg während
unseres 3-tägigen Südtirol-Aufenthalts. Für heute haben wir uns die Sesvenna-Hütte (2256 m) und den Weg weiter zur
Uinaschlucht vorgenommen. Wir sind mit dem Auto nach Schlinig (1) (1726m) gefahren und starten um 10:45 Uhr von
dort aus zur Schliniger-Alm (1868m) Der Weg ist asphaltiert und nur für Anlieger frei. Er dient als Transportweg für
den täglichen Bedarf der Gasthütte.
Bei diesem schönen Wetter sind einige Familien mit ihren Kindern unterwegs und
wollen sich an der Schliniger-Alm einen schönen Tag machen. Die Gaststätte hat schon reichlich Zulauf, als wir nach 50 Minuten
dort eintreffen. Natürlich sind auch einige Wanderer dort, die hier eine kleine Erfrischung nehmen bevor sie sich wieder auf
ihren Wanderweg begeben.
Bevor wir den ursprüngliche geplanten Weg zur Uinaschlucht (3) weitergehen, nutzen wir die Gelegenheit, um hier noch
einmal die Toilette zu benutzen. Uns ist ja bekannt, dass die Sesvenna-Hütte geschlossen ist und es keine weitere Möglichkeit
mehr geben wird.
Wir laufen nach einer 5-minütigen Pause weiter und können den Wasserfall schon sehr
gut erkennen. Der Weg bis dort hin ist ebenfalls noch flach und wir ahnen schon, dass die letzten 200 Höhenmeter auf einem
kurzen, steilen Stück überwunden werden müssen. Der Schein trügte dann doch, wenn man bedenkt, dass wir innerhalb von 15
Minuten das letzte Stück gemeister hatten, war es dann doch nicht so anstrengend. Als wir dann nach etwa 45 Minuten (von der
Alm aus gerechnet) endlich oben am Wasserfall stehen, können wir die "Alte Pforzheimer Hütte" sehen, welche Anfang des
20sten Jahrhunderts den italienischen Grenzwächtern diente. Sie ist heute nur noch ein Denkmal. Ein ppar Meter weiter steht
die Sesvenna-Hütte (2), welche heute für die Wanderer als Schutzhütte zur Verfügung steht und einen Gastbetrieb hat.
Die Aussicht ins Tal zurück ist herrlich. Im Hintergrund von Schlinig ragt die
Ortlergruppe in den Himmel. Ich habe später noch ein paar schöne Aufnahmen durch mein Fernglas von der Ortlergruppe
gemacht. Die Bilder sollte man sich auf jeden Fall anschauen. Ich habe lediglich das Fernglas auf das Objektiv der Kamera gehalten
und dadurch fotografiert.
Als wir dann nach einer Gesamtzeit von 1 3/4 Stunde an der Sesvenna-Hütte ankommen, treffen wir ein paar Bergsteiger,
die morgens um 5:30 Uhr schon zum Piz Rims (3050m) gewandert sind. Sie haben uns darüber aufgeklärt, dass die
Schneeverhältnisse in den höheren Bereichen immer schlimmer werden und wir auf keinen Fall weiter hoch laufen sollten. Ausserdem
war die Sicht in den höheren Ebenen wesentlich schlechter als hier unten. Hier schien die Sonne und es war sehr heiss. Also
entschlossen wir uns, auf die Uinaschlucht zu verzichten und eine ausgedehnte Pause zu machen. Wir liessen uns etwa 1 Stunde
von der Sonne verwöhnen, bevor wir uns auf den Rückweg machten.
Nach 45 Minuten waren wir wieder an der Gasthütte der Schliniger-Alm und gönnten uns noch eine Erfrischung bevor wir dann das
letzte Stück zum Parkplatz liefen. Der Weg dauerte dann auch nur noch 30 Minuten. Es war wirklich ein schöner Tag.
Beim nächsten Besuch ist die Uinaschlucht aber fällig. Sie ist etwa 900m lang und soll wirklich gut zu laufen sein.